2
Jul
2015

Die besten französischen Komoedien des 21. Jahrhunderts

Das Jahrhundert ist gerade mal noch ein Teenager und hat doch schon etliche, großartige Komoedien hervor gebracht. Ein Frühzünder sozusagen. Und die Franzosen sind wieder ganz vorne mit dabei. Zum Kinostart von MAMA GEGEN PAPA – WER HIER VERLIERT, GEWINNT küren wir die besten französischen Komoedien des neuen Millenniums. Eine Bestenliste, die uns besonders viel Spaß gemacht hat – buchstäblich! :)

 

Platz 7: TANGUY – DER NESTHOCKER (F 2001, Regie: Étienne Chatiliez)

imdb-Wertung: 6.4

Von außen betrachtet, sind sie eine Bilderbuchfamilie. Doch in Wahrheit haben Mama (Sabine Azéma) und Papa (André Dussollier) eine Treibjagd auf den eigenen Sohn eröffnet, den sie – ganz ähnlich übrigens zu MAMA GEGEN PAPA und entgegen aller sonstigen elterlichen Gefühle – endlich loswerden wollen, bevor er das 30. Lebensjahr erreicht. Doch der fühlt sich zu Hause viel zu wohl und macht keinerlei Anstalten, das traute Heim jemals hinter sich zu lassen. Die entnervten Eltern sehen die letzte Chance gekommen, ihren Sprössling Tanguy (Eric Berger) vor die Tür zu setzen, ohne ihm diese allzu direkt vor der Nase zuzuschlagen. Denn schließlich lieben sie ihren einzigen Sohn ja. So erwachsen aus kleinen Streichen schnell große Gemeinheiten und die rabenschwarze Komödie scheut nicht davor zurück, mit voller Breitseite gegen die sonst unantastbaren Familienwerte zu schießen.

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© Prokino

 

Platz 6: MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER (F 2014, Regie: Philippe de Chauveron)

imdb-Wertung: 7.0

Claude (Christian Clavier) und seine Gattin (Chantal Lauby) verstehen die Welt nicht mehr. Warum haben ihre drei Töchter einen Juden, einen Moslem und einen Chinesen geheiratet, statt eines anständigen katholischen Franzosen? Das Paar hofft nun auf blonde Enkel von der Jüngsten. Als die einen katholischen, aber schwarzen Verlobten anschleppt, ist der Toleranzvorrat der beiden am Ende und der Multikulti-Spaß beginnt. Mit mehr als 3 Millionen deutschen Kinobesuchern gehört Monsieur Claude hierzulande zu den erfolgreichsten Importen aus Frankreich.

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© Neue Visionen

 

Platz 5: WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS (F 2008, Regie: Dany Boon)

imdb-Wertung: 7.1

In der Erfolgskomoedie WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS will der Postbeamte Philippe Abrams (Kad Merad) nichts weiter, als sich in den sonnigen Süden versetzt zu lassen. Dummerweise landet er im hohen Norden bei den augenscheinlich seltsamen Sch’tis. Zum Schreien ist nicht nur die Komik, sondern auch der fiktive Dialekt, den das Synchronstudio zusammen mit Komiker Christoph Maria Herbst kurzerhand für die deutsche Fassung erfand.

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© Prokino

 

Wie es weiter geht und wer es aufs Treppchen geschafft hat, erfahren Sie direkt unter den Spielzeiten von MAMA GEGEN PAPA – WER HIER VERLIERT, GEWINNT…

 

KLEINE WAHRE LÜGEN (F 2010, Regie: Guillaume Canet)

imdb-Wertung: 7.1

Guillaume Canets, sonst selbst als Star vor der Kamera aktiv, besetzte seinen Ensemblefilm prominent mit François Cluzet („Ziemlich beste Freunde“), Marion Cotillard („Der Geschmack von Rost und Knochen“), Benoît Magimel (DIE PURPURNEN FLÜSSE), Laurent Lafitte (MAMA GEGEN PAPA), Jean Dujardin (THE ARTIST) und vielen anderen Stars des französischen Kinos. Mit vielen witzigen  Szenen, aber auch leisen Zwischentönen erzählt er von der Sinnkrise einer Clique, die den plötzlichen und schwerwiegenden Unfall eines Freundes überwinden muss und sich entschließt, den gemeinsam geplanten Urlaub trotzdem anzutreten. Natürlich weicht das emotionale Versteckspiel irgendwann der Wirklichkeit und aufs Lachen (das kann man in dieser Tragikomödie reichlich) folgen Tränen. Ergreifend! Toll gespielt! Unbedingt sehenswert!

 

DER VORNAME (F 2012, Regie: Alexandre de La Patellière, Matthieu Delaporte)

imdb-Wertung: 7.3

Wie soll unser Kind heißen? Über wenige Fragen wird so oft gestritten wie über diese. Nur ist sich das Elternpaar in diesem Fall sogar einig, beweist aber nicht allzu viel Geschmack. Und so löst die feierliche Enthüllung des Vornamens beim gemütlichen Abendessen im Kreis der Familie größte Entrüstung unter den Anwesenden aus. Man kann seinem Kind doch nicht diesen Namen geben! Ein höchst vergnüglicher verbaler Schlagabtausch. Lachsalven garantiert!

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© Warner

 

Platz 2: THE ARTIST (F 2011, Regie: Michel Hazanavicius)

imdb-Wertung: 8.0

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© DCM

Jean Dujardin spielt George Valentin, einen Stummfilm-Star, dessen Ruhm im Angesicht des Tonfilms und seiner Nachwuchstars (Bérénice Bejo) schnell zu verblassen droht. Ein französischer Stummfilm, in Schwarzweiß gedreht, klingt nach Kassengift. Doch THE ARTIST wurde nicht nur vom Publikum gefeiert, sondern bekam sogar fünf Oscars und viele weitere Filmpreise. Vielleicht weil er sich die Legende von Hollywood zum Thema nimmt und so letztlich über das Kino selbst erzählt. Das geht zu Herzen und ist gleichzeitig ein Riesenspaß.

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© DCM

 

Platz 1: ZIEMLICH BESTE FREUNDE (F 2011, Regie: Olivier Nakache, Eric Toledano)

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© Wild Bunch

imdb-Wertung: 8.6

20 Millionen Franzosen und 9 Millionen deutsche Kinobesucher können nicht irren! Die rasante Komödie über eine ungleiche Männerfreundschaft zwischen dem vermögenden Unternehmer Philippe (François Cluzet) und seinem Aushilfspfleger Driss (Omar Sy), die alle ethnischen und sozialen Grenzen überschreiten, gehört ganz klar an die Spitze der besten französischen Komoedien des neuen Jahrtausends. Kein Film aus Frankreich hat seit dem Millenium mehr deutsche Kinobesucher vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben und trotzdem berührt.

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© Wild Bunch

Am 9. Juli erblickt der nächste Publikumshit das Licht deutscher Leinwände und MAMA GEGEN PAPA – WER HIER VERLIERT, GEWINNT hat beste Chancen, die Sommerkomödie des Jahres zu werden.

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