10
Jul
2015

Top oder Flop? Das sagt die Presse zu MAMA GEGEN PAPA…

Können 3 Millionen Franzosen irren? Manchmal schon. Wir Deutschen irren uns ja auch ständig und manche sind ziemlich irre. (Natürlich nur im Positiven ;-)) Wir haben uns jedenfalls sehr über MAMA GEGEN PAPA – WER HIER VERLIERT, GEWINNT amüsiert. Aber sieht das die Presse auch so?

„Wie werde ich die Kinder los?“, fragt Tilman Krause (DIE WELT) in seiner unterhaltsamen Kritik. Er stellt fest, dass ein Film wie MAMA GEGEN PAPA in Deutschland gar nicht produziert werden würde. Dabei ist eine Satire auf die heutigen Erziehungsberechtigten in seinen Augen längst überfällig:

Nichts nervt ja inzwischen so wie diese übervorsichtigen Eltern, die ihren Kindern nichts mehr zutrauen, weil sie selber so verunsichert sind. Und wenn sich das „Helikopter“-Verhalten noch mit Karrieregeilheit sowie mit der Haltung paart, Kinder als „Partner“ ernst zu nehmen, dann sind wir endgültig in Absurdistan.

© Arne9001 | Dreamstime.com

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Harte Worte, aber so ganz unrecht hat er damit nicht. Sein Fazit zum Film lautet: „Man genießt dieses programmatische Aus-der-Rolle-Fallen zweier Erwachsener umso mehr, als sie sich zuvor alle Mühe gaben, ihr Gutmenschentum unter Beweis zu stellen. Schwarzen Humor auf drei reizüberflutete, unliebenswürdige, aber ja auch in ihrer Hilflosigkeit an unseren Mitleidsreflex appellierende Kinder anzuwenden, ist für ein deutsches Publikum, das so gern die Familie verklärt, natürlich eine Gratwanderung. Aber hier gelingt sie perfekt!“ Zur vollständigen Besprechung geht es hier

Martin Schwickert vergleicht MAMA GEGEN PAPA dagegen mit anderen sehr erfolgreichen französischen Komödien wie Monsieur Claude und seine Töchter:

Mit seinem burlesken, politisch und moralisch unkorrektem Humor weist der Film eine gewisse Seelenverwandtschaft zum Kassenschlager „Monsieur Claude und seine Töchter“ auf. Man darf gespannt sein, was dieses neue Genre des französischen Kinos noch so alles hervorbringt.

 

Hannelore Heider schwärmt im Deutschlandradio Kultur von Martin Bourboulons Regiedebüt, das mit mit seinen bestens gelaunten Darstellern überzeugt, denen der Zuschauer vergnügt und mit unverhohlener Schadenfreude folgen kann. Die vollständige Besprechung hören Sie hier:

 

Unterhaltsam, böse, sehr französisch – der Film macht einfach Spaß!

(FREUNDIN)

 

Eine erfrischend andere, hemmungslos politisch unkorrekte Perspektive auf den Sorgerechtsstreit.

(EPD FILM)

 

Liefert treffsichere Pointen in hoher Schlagzahl, launig akzentuiert von einem fluffigen Popmusik-Soundtrack. Kurzweilige Ehekomödie mit origineller Prämisse!

(FILMSTARTS.DE)

Michael Eckhardt vom Filmmagazin PLAYER sah sogar „Die Komödie des Sommers!“ und vergleicht treffsicher Film und alltägliche Realität. Den Erfahrungsbericht lesen Sie hier.

Tournage Papa ou Maman

Aber nicht jedes Mitglied der Presse konnte MAMA GEGEN PAPA – WER HIER VERLIERT, GEWINNT etwas abgewinnen. Sascha Westphal von DER-WESTEN.DE ärgert sich über den „geschmacklosen Rosenkrieg“ und schreibt:
„Als Cartoon hätte „Mama gegen Papa“ durchaus seinen Reiz. All die Terrorakte würden perfekt in eine Rosenkrieg-Variante von „Tom & Jerry“ passen.“

Sein Verriss liest sich wie eine Empfehlung für Fans des schwarzen Humors. Wer also nicht so zartbesaitet die Moralkeule schwingt wie Herr Westphal, dem wünschen wir eine vergnügliche Zeit mit der französischen Komödie. Alle Spielzeiten & Tickets finden Sie einfach und bequem über unsere Kinosuche…

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